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Ein Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr:
 

Inhalt


Für Rebecca M., Konstantin M. und Christian H. ist der 1.4.2015 ein ganz besonderer Tag. Sie treten freiwillig zum Dienst bei der Bundeswehr an. Damit begeben sie sich in eine andere Welt. Der Alltag in einer militärischen Organisation ist von Regeln und Ordnungen bestimmt, die sich sehr von denen im Zivilleben unterscheiden: Disziplin, der Begriff des „Dienstes“, das Zusammenleben auf engem Raum mit fremden Menschen, die man „Kameraden“ nennt, die Einordnung in eine durch Befehl und Gehorsam geprägte Hierarchie.

Der 15-minütige Film ist eine Dokumentation über drei junge Menschen, die sich freiwillig für den Dienst in der Bundeswehr entschieden haben. Was bewegt diese Frauen und Männer, den Drill und die Entbehrungen im Leben als Soldat auf sich zu nehmen? Mein Bericht versucht, darauf Antworten zu finden.
 

 

Tobias Brenner, Lehrer und Medienwissenschaftler, meint:

„Hier liegt im Übrigen für MICH das Faszinierende: Wie oben schon erwähnt, gibt es zwar Szenen, in denen Disziplin herrscht, die Rekruten still stehen und anfangen zu marschieren. Aber es ist schon bemerkenswert, dass für mich alles insgesamt sehr familiär, menschlich, alltäglich (einschließlich des Unterrichts) und für die Rekruten TROTZDEM (oder gerade deswegen?) sinnstiftend und Halt gebend wirkt. Der Blick hinter die Kulissen wirkt auf mich wirklich interessant und aufschlussreich: Die Beteiligten wirken trotz der Disziplin wie Menschen mit Ecken und Kanten und eben nicht wie gleichgeschaltete Roboter (außer eben in den “Stillgestanden”-Szenen, was aber in der Natur der Sache liegt). Es entsteht gleich der Eindruck, dass die Ausbildung den jungen Rekruten irgendetwas zu geben scheint: Was das genau ist, wird zwar noch nicht deutlich, erscheint mir zu diesem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht wichtig zu sein – das Entscheidende ist, dass es im Film ständig in der Luft liegt und für mich als Zuschauer spürbar wird. .“ Wichtige Stilmittel sind filmische Verknüpfungen (Großaufnahme der Turnschuhe/Sneakers zu Beginn – Kampfstiefel in der Fortsetzung; Hand auf dem Rücken in Zivilkleidung wird zu Hand auf dem Rücken mit Uniform/Handschuh).

 

Recherche und filmische Umsetzung

Hauptelement der Recherche war die Teilnahme des Autors an einer 14tägigen dienstlichen Veranstaltung der Bundeswehr für zivile Führungskräfte – die 99. InfoDVaGLW im Oktober 2014. Die Teilnehmer durchliefen dabei eine verkürzte Grundausbildung mit Formaldienst, Ausbildung an der Waffe, dem Gelöbnis und der Beförderung zum Oberleutnant d. R. Viele der grundlegenden Erfahrungen beim Übergang vom Zivilleben in die militärische Struktur konnte der Autor dabei selbst machen (hier der Link zum Bericht über diese Veranstaltung: https://wkorinek.wordpress.com/2014/11/02/eine-reise-in-eine-andere-welt/

Aufgenommen wurde die Handlung mit einer Reportagekamera (Canon XF 100), meist als Handkamera. Der Ton wird als Atmo mit dem Kameramikro und in den Sprachanteilen mit Richtmikrofon bzw. Lavalier- oder Handmikro, ggf. über eine Funkstrecke, aufgenommen. Länge der Reportage ca. 15 Minuten.

Der Film wurde am 27.6.2015/28.6.2015 vom Sender DRF1 – Deutsches Regional Fernsehen gesendet. 

 

Danksagung

Abschließend noch ein herzlicher  Dank an die Protagonisten und die anderen Mitwirkenden sowie an das Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe, das den Film genehmigt hat.  Ein besonderer Dank geht auch an das Stammpersonal der 7. Kompanie des Luftwaffenausbildungsbataillon in Roth und insbesondere an die Ausbilder des II. Zuges. Ohne die hilfreichen Hinweise und Ratschläge von Daniel Moj wäre der Film nicht so geworden, wie nun zu sehen ist.